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Stadttheater Langenthal bringt Donizetti und Peer Gynt

Das Stadttheater Langenthal gehört zu den führenden Kulturstätten des Mittellandes und begeistert mit spannenden und hochkarätigen Inszenierungen. Jetzt stehen Donizettis furiose Oper «La fille du régiment» und Henrik Ibsens Schauspiel Peer Gynt auf dem Programm – beide produziert vom Theater Orchester Biel Solothurn.

Jenseits der mächtigen Kulturtempel in den grossen Metropolen existieren in der Schweiz viele kleinere, äusserst engagierte Kulturinstitutionen, die das Land und die Region mit verblüffend anspruchsvollen und hochwertigen Produktionen bereichern. Dazu gehören auch das Stadttheater Langenthal und das Theater Orchester Biel Solothurn. In diesem Dezember präsentieren sie gemeinsam zwei spannende Produktionen, die zu den Klassikern gehören und dennoch auf der Bühne viel spannende Unterhaltung bieten:

La fille du régiment – Oper von Gaetano Donizetti

Gaetano Donizettis heiteres Meisterwerk «Die Regimentstochter» gehört zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Das Libretto inspirierte Donizetti zu einer seiner fröhlichsten Oper, in der er bisweilen einen skurrilen, humorvollen Ton anschlägt: Das Findelkind Marie wächst als «Regimentstochter» unter den Soldaten auf und zieht mit ihnen von Schlacht zu Schlacht. Im Lauf der Handlung wird sie nicht nur ihrem geliebten Tonio in die Arme fallen, sondern auch der Marquise de Birkenfeld, die, wie sich herausstellt, ihre Mutter ist.

Peer Gynt – Schauspiel von Henrik Ibsen

Peer Gynt, Sohn einer verarmten Witwe, träumt und säuft sich seine Zukunft schön. «König werd ich und dann Kaiser» schwadroniert er seiner Mutter vor, um danach dem Nachbarn die Braut zu rauben, die er alsbald wieder sitzen lässt. Verantwortung für seine missglückten Unterfangen zu übernehmen, davor weiss Peer sich stets zu drücken. Getrieben von seiner Gier nach Macht, Frauen und Reichtum, verlässt er seine grosse Liebe Solveig und stolpert von einem Abenteuer ins nächste, von einem Land ins andere. Auf der Suche nach sich selbst reist er um die Welt, wird Grosskapitalist, Reeder und Waffenhändler, versucht sich als Playboy und landet schliesslich im Irrenhaus. Doch gereift ist Peer damit weder intellektuell noch moralisch, er bleibt ein narzisstischer Egomane. Ob im Reich der Trolle, der koboldhaften, nordischen Berggeister andere seltsame und phantastische Gestalten auf seinen Wegen wirklich sind, oder Peers Traumwelten entspringen, lässt er uns nicht immer wissen. In allen Lebensphasen Peers aber bieten diese Begegnungen den theatralen Stoff, um die Sucht nach Anerkennung, Erfolg und die Selbstfindung eines modernen Menschen als grosse Kasperiade für Erwachsene zu erzählen.

 

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