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B2B / Partner-Interview

Ruedi Kunz | Beach Volley Gstaad

Als Turnierdirektor des Beachvolley Swatch Major Gstaad hat Ruedi Kunz in 20 Jahren Kontinuität einen Top-Sportevent von internationaler Bedeutung geschaffen. Als Geschäftsführer des Sportzentrums in Gstaad und ehemaliges OK-Mitglied vom Tennisturnier ist er ständig im Sport unterwegs.

Für welchen Event haben Sie Ihr erstes Ticket gekauft?
Ruedi Kunz: Das war in der 6. Klasse, für das Eishockeyspiel Biel gegen Langnau.

Wie bereiten Sie sich am Vortag auf den Start Ihrer Veranstaltung vor?
Kunz: Gemeinsam mit dem Team gehe ich alle Punkte nochmals durch, um sicher zu sein, dass wir nichts vergessen haben. Und wir trinken etwas zusammen – das motiviert uns zusätzlich für die strenge und gute Woche.

Worüber haben Sie sich als Veranstalter letztmals so richtig geärgert?
Kunz: Das muss schon länger her sein. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, mich rund um das Swatch Major je geärgert zu haben.

Was ist bislang der Höhepunkt in Ihrer Karriere als Veranstalter?
Kunz: Es gibt zwei: die Austragung der Beachvolleyball-WM 2007 in Gstaad und 20 Jahre Swatch Major Gstaad 2019.

Welchen Fehler im Ticketing machen Sie garantiert kein zweites Mal?
Kunz: Wir hatten einmal zwei verschiedene Datenbanken für Tickets. Das führte zum Chaos. Fehler können immer passieren. Wichtig ist, daraus zu lernen und es künftig besser zu machen.

Weshalb die Zusammenarbeit mit Ticketmaster?
Kunz: Erstens wollen wir als Veranstalter ernst genommen werden, und zweitens suchen wir praxisnahe Lösungen. Ticketmaster erfüllt unsere Ansprüche perfekt: Sie sind innovativ, flexibel sowie sehr kundenfreundlich und -nah. Gerade die Kundennähe schätzen wir sehr – sie fördert das gegenseitige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Vor welchen Entwicklungen im Ticketingmarkt haben Sie Respekt?
Kunz: Vor der kompletten Digitalisierung, die sich rasant entwickelt. Man stelle sich vor, alles funktioniert nur noch online und plötzlich sind die Datenleitungen tot. Aber ich sehe auch die Chancen in den neuen Technologien und Abläufen. Wenn man sie meistert, werden neue Trends für einen Veranstalter spannend. Letztlich geht es darum, die Kommunikationsplattformen zu optimieren und die vielen neuen Möglichkeiten zu unserem Vorteil auszuschöpfen.

Wo wünschen Sie sich im Ticketing Innovationen?
Kunz: Am liebsten wären mir vereinfachte Ticketingprozesse und ein schnelleres Handling. Das sind zum einen sichere und einfache Eintrittskontrollen ohne Drehkreuze oder andere Schranken. Zum anderen sollten die Buchungen via die mobilen Geräte einfach und reibungslos erfolgen.

Eine Prognose: Wie sieht der Ticketingverkauf in zehn Jahren aus?
Kunz: Ich glaube, es wird auch in zehn Jahren noch Tickets in Papierform geben. Aber der Trend geht sicher in die digitale Richtung; wir werden wohl noch viel mehr mit dem Mobiltelefon
abwickeln. Wichtig ist, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Konsumenten einzugehen und Synergien zu nutzen. Wer weiss, vielleicht wird es auch neue Preissysteme wie beispielsweise das Dynamic-Pricing geben, das heute im Tourismus eingesetzt wird.

Eine Ihrer Lebensweisheiten als Veranstalter lautet?
Kunz: Eine Veranstaltung ist erst dann erfolgreich abgeschlossen, wenn alle Leute gesund und zufrieden zuhause angekommen sind.

Interview: Jürg Kernen

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